Bild: Oliver Ospelt
Echte Beziehungen sind mir wichtig. Sinnstiftende Botschaften und Geschichten entstehen nicht am Reissbrett, sondern im gemeinsamen Erleben. Sie wachsen dort, wo zugehört wird, wo Gedanken Raum bekommen und wo man sich aufeinander einlässt.
Um Inhalte auf eine wertvolle und stimmige Weise sichtbar zu machen, braucht es die Fähigkeit, sich zu interessieren, zu reflektieren und mitzuschwingen. Das gilt für den privaten Austausch genauso wie für die Zusammenarbeit mit Teams und Organisationen.
Insbesondere die Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Künstlern öffnet mir immer wieder neue Perspektiven. Plattencover oder Poster sind dabei nur mögliche Ausdrucksformen.
Was mich wirklich interessiert, ist der Blick durch ihre Augen. Wie sie die Welt wahrnehmen, wie sie fühlen, denken, zweifeln, entscheiden. In diesen Begegnungen entstehen Geschichten, die man nicht erfinden kann.
Meine Aufgabe sehe ich darin, diese Perspektiven aufzunehmen und so zu übersetzen, dass sie für andere nicht nur verständlich, sondern spürbar werden.
In co-kreativen Sessions mit verschiedensten Menschen entstehen Botschaften, die den grafischen Resultaten eine besondere Kraft und Glaubwürdigkeit verleihen – und die Betrachtenden in ihren Bann ziehen. Statt nur auf digitale Technologien zu setzen, arbeite ich bevorzugt mit analogen Drucktechniken und Werkzeugen. Mit diesem bewussten Schritt erziele ich eine authentische Tiefe und besondere Haptik.
Präsentation am ArtCenter (Europe), wo ich mein Designstudium begonnen habe
Meine Ausbildung zum visuellen Gestalter habe ich am ArtCenter College of Design in Pasadena, Kalifornien absolviert, wo ich im Studio Archetype Press meine Leidenschaft für den traditionellen Buchdruck entdeckt habe.
Danach war ich Mitgründer und Partner einer Designagentur, eines Filmproduktionsstudios und eines Gamedesign-Studios in Zürich und Liechtenstein und hatte später leitende Positionen im Marketing und in der Kreation bei führenden Unternehmen inne.
2024 habe ich schliesslich die Coverstories GmbH gegründet, um mich wieder voll und ganz meiner kreativen Arbeit widmen zu können.
Life Design Lab, Universität St. Gallen
Ein weiteres prägendes Kapitel ist meine Ausbildung zum Life Designer am Life Design Lab der HSG in St. Gallen.
Unter der Leitung von Sebastian Kernbach und gemeinsam mit inspirierenden Kolleginnen und Kollegen habe ich gelernt, Gestaltung noch weiter zu denken. Nicht nur als Disziplin, sondern als Haltung gegenüber dem Leben selbst.
Life Design verbindet Design Thinking, positive Psychologie und Verhaltensökonomie zu einem Ansatz, der Menschen ins Handeln bringt. Immer ausgehend von der eigenen Erfahrung. Vom ehrlichen Blick nach innen.
Eigentlich begleitet mich dieser Gedanke schon viel länger. Im Rahmen meiner Bacherlor-Arbeit am ArtCenter im Jahr 1998 habe ich sowas wie meine eigene Lebensphilosophie, "G.u.T. – Geist und Tat", kreiert, die mich noch heute begleitet. Heute würde ich sagen: eine frühe Form von "Vom Denken ins Handeln", nur auf Inspirations-Steroiden.
Für mich ist die Life Design Ausbildung mehr als eine Ergänzung. Sie schliesst einen Kreis. Sie verbindet meine kreative Arbeit mit einer tieferen Form von Sinn, Verantwortung und Wirkung.
Gemeinsam arbeiten wir daran, Menschen zu unterstützen, ihren eigenen Weg bewusster zu gestalten. Daraus entstehen nicht nur klarere Entscheidungen im Kleinen, sondern auch neue Möglichkeiten für Teams, Organisationen und letztlich für den Umgang mit unserer Welt.
Foto: Julian Konrad
Meine Leidenschaft für Funk, Soul und Jazz lebe ich in verschiedenen Bands aus, unter anderem als Pianist der Band "Stuff Like That" und der Big Band Liechtenstein, die seit fast 50 Jahren die Jazzszene im Land prägt und regelmässig mit internationalen Grössen auftritt.
Und last but not least: Meine Frau Fabienne und meine mittlerweile erwachsenen Söhne Joel, Yannick und Luc liebe ich über alles.